Top Level Domains

Eine Domain oder eine Internetadresse besteht aus mehreren Bestandteilen. Der wichtigste Bestandteil ist dabei die Top Level Domain. Hierbei handelt es sich um die höchste Ebene und die Endung einer Domain. Mit Abstand am häufigsten kommt dabei .com vor. Sie wird weltweit genutzt und war ursprünglich Kennung für amerikanische Firmen.

Länderbezogene Top Level Domains

Experten unterscheiden bei den Top Level Domains im Wesentlichen zwischen den generischen Top Level Domains (kurz gTLDs) wie z. B. .com, .net, .org, .info. und den länderspezifischen Top Level Domains (kurz ccTLDs) wie .de, .uk, .fr.
Für die länderbezogene Top Level Domain trägt dabei jedes dazugehörige Land die Verantwortung. Damit hat auch jedes Land andere Vorgehensweisen, Normen und Bedingungen, um sich eine Domain zu registrieren. In Deutschland gibt es hierzu nur wenige Einschränkungen. Dies betrifft z. B. die Anzahl von Domains, die sich eine Privatperson oder ein Unternehmen reservieren lassen darf. Aufgrund dieser liberalen Haltung und der großen Zahl von Anbietern auf dem Domain-Markt zählt .de weltweit zu den größten TLDs. Schaut man sich die Zahlen der unter .de registrierten Domains an, wird diese nur noch von .com übertroffen. Es gibt weltweit rund 240 länderbezogene Top Level Domains.

Generische Top Level Domains

Der wesentliche Unterschied der generischen TLDs liegt darin, dass sie geographisch nicht begrenzt sind bzw. zugeordnet sind. Diese Endungen beziehen sich meist auf inhaltliche Aspekte oder weisen auch auf den Inhaber hin. Somit steht .biz z. B. für kommerzielle Seiten bzw. Angebote von Unternehmen. Die Endung .org wird von verschiedenen NGOs oder anderen Organisationen genutzt, während .gov auf Internetseiten der amerikanischen Regierung hinweist. Internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen nehmen Endungen wie .int in Anspruch. Gerade in diesem Bereich gab es einige Neuerungen und zahlreiche Endungen wurden neu zugelassen, etwa .sport oder .bank. Auch regionale Seiten oder Internetauftritte von Städten und Gemeinden fallen in diesen Bereich. Ausnahmefälle sind z. B. Endungen wie .eu oder .asia, da hier kaum zwischen dem geographischen Bezug und anderen Inhalten bzw. Organisationen wie die Europäische Union oder das Europäische Parlament unterschieden wird.

Diverse Sonderfälle

Einige Länder wie Tonga (.to) oder Kolumbien (.co) nutzen ihre Länderkennung auch, um sie gewinnbringend weiter zu verkaufen. Dies hatte damit zu tun, dass .com schnell vergriffen war und kurze, prägnante Endungen wie diese beiden sehr gefragt waren und sind. So ergeben sich attraktive, ansprechende Domains wie come.to oder go.to. .co als Endung steht aber nicht nur für Kolumbien, sondern auch für Begriffe wie Commerce, Content, Corporation, Community oder Company.
.tv ist eine ähnlich genutzte Domain-Endung, denn eigentlich steht sie als Länderkennung für den Inselstaat Tuvalu. Die Vermarktung dieser Endung vor allem im Medienbereich brachte dem Staat einen Millionenertrag, mit dem etwa IT-Infrastruktur geschaffen wurde und die Aufnahmegebühr in die Vereinten Nationen beglichen werden konnte.
Somit werden häufig Endungen in einem anderen Kontext vermarktet, als ursprünglich gedacht, etwa .la für Los Angeles, wobei .la eigentlich die Länderkennung von Laos ist. So entsprechen einige Länderkennungen auch KFZ-Kennzeichen deutscher Städte und Gemeinden. Einige Länderkennungen konnten früher nicht von Privatpersonen registriert werden, so etwa .se für Schweden.
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